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Ein Beispiel für die automatisierte Mitarbeitersuche in einem Handwerksbetrieb

05.02.2021

Zeitfresser killen durch Automatisierung

Bei einem Netzwerkevent trafen wir einen unserer Kunden – den Geschäftsführer eines Handwerksunternehmens aus Witten. „Wie laufen die Geschäfte?“ – „Bist du noch zufrieden mit deiner Webseite?“ – „Wie geht es der Familie?“

Nach ein wenig Smalltalk erzählte er von dem Dilemma, in dem er sich derzeit befand – Die zeitaufwändige Mitarbeitersuche. Er selbst veröffentlichte bereits Stellenangebote auf seiner eigenen Internetseite. Zu wenig Suchende fanden die Anzeigen – und das, wo er doch dringend Monteure brauchte.

Dass er die Möglichkeit hatte, über die ARGE Mitarbeiter zu akquirieren, war ihm schon bewusst. Doch ihm fehlte einfach die Zeit. Durch die Unterbesetzung in seinem Handwerksbetrieb war er selbst ständig unterwegs zu den Kunden.

Ein Handwerker stellt etwas her.

"Die Vorbereitungen für eine Anzeige bei der ARGE sind wahre Zeitfresser." klagte er.

"Für jede Ausschreibung muss eine eigene Liste von Angaben gemacht werden. Und von der Suche nach der richtigen Berufsbezeichnung in diesem riesigen Referenzkatalog will ich erst gar nicht anfangen."

Was sollte er also tun? Entweder er opferte wertvolle Zeit um die Ausschreibungen über die ARGE zu veröffentlichen oder er betete, dass sich doch noch Bewerber über die Webseite finden ließen. Zur Zeit konnte er also nur hoffen, dass sich die Unternehmenslage irgendwie von selbst entspannte.

Eine automatisierte Schnittstelle zum Stellenportal

Personalmangel im Handwerk ist ja keine Seltenheit. Überstunden, Zeitdruck und gestresste Mitarbeiter sind die Folgen. Welche Möglichkeit gibt es, aus diesem Teufelskreis zu entkommen?

Da Handwerkunternehmen aus unserem Fallbeispiel hatte bereits eine Website von uns erhalten. Da diese auf dem Content Management System Contao basierte, bestand die großartige Möglichkeit, eine individuelle Extension zu programmieren. Diese konnte eine Anbindung an die ARGE ermöglichen.
Die Agentur für Arbeit stellt für diesen Fall selbst eine Schnittstelle zur Verfügung, mit der man Vakanzen im Jobportal veröffentlichen kann.

Auf dieser Basis schlugen wir dem Kunden ein passendes Hilfswerkzeug vor, dass er – ohne großen Aufwand – über das Contao Backend bedienen konnte. Die Anwendung würde automatisch die Zuordnung der Berufsbezeichnung übernehmen und füllte alle Attribute selbstständig aus, ohne dass diese immer neu eintragen werden müssen. Nur der Beschreibungstext musste noch verfasst werden, konnte aber als Vorlage abgespeichert werden.

Als wir dem Handwerker unseren Vorschlag vorstellten, wurde dieser mit Freude angenommen. Die baldige Umsetzung wurde sehnsüchtig erwartet.

Veraltete CMS-Version – Neue Herausforderungen

Wir investierten ein paar Stunden, bis das entsprechende Plugin konzipiert war. Dabei beachteten wir blöderweise nicht, dass die Website des Handwerkers noch unter der veralteten Version Contao 2.11 lief.

Software entwickelt sich stetig weiter. Im digitalen Zeitalter ist es wichtig, Webanwendungen regelmäßig zu aktualisieren. Neue Funktionen und Codeteile funktionieren oft nicht mehr mit den veralteten Versionen. Doch die Notwenigkeit eines Updates wird zu oft unter den Tisch gekehrt.

Ein Paar Schuhe

Der erste Schritt für ein funktionierendes Plugin, war es also die Homepage auf Contao 4 zu migrieren. Der Sprung von Contao 2.11 zu Contao 4 war wahrscheinlich das Zeitaufwändigste bei diesem Projekt.

Die Reise endete damit jedoch noch nicht. Wir stießen auf eine weitere Hürde: die Identifizierung über die API der ARGE. Die Dokumentation war nicht zu verstehen und enthielt offensichtlich Fehler (leider ist das nicht so selten!). Wir konnten einfach keine Verbindung herstellen.

Nach einigen fehlgeschlagenen Lösungsansätzen wandten wir uns an die IT der ARGE. Über E-Mails und Telefonate führten wir einen anregenden Austausch mit dem technischen Support und erhielten höfliche und geduldige Unterstützung. Zudem half man uns das eigenartige Dokument zu verstehen, das man „API-Dokumentation“ schimpfte.

Die Entwicklungszeit hat sich gelohnt

Nun galt es endlich die Contao Extension in Betrieb zu nehmen. Nach einigen Turbolenzen hatten wir es geschafft. Die Schnittstelle stand und ein sicherer Datenaustausch war gewährleistet. Der Geschäftsführer des Handwerkbetriebs war sehr zufrieden. Er konnte sich von nun an mehr auf sein Unternehmen konzentrieren und erhielt plötzlich jede Menge Bewerbungen. Durch den Erfolg beglückt, überlegt der Handwerker eine weitere Anbindung an ein anderes Stellenportal programmieren zu lassen.

Individuelle Digitalisierungsmaßnahmen erleichtern uns das Leben als Unternehmer enorm. Selbst kleine Änderungen können Zeit, Geld und vor allem Nerven sparen. Entstehen spontan neue Herausforderungen, so gilt es, sich mit den richtigen Fragen an die richtige Person zu wenden, um am Ende das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

von Daniela Brigula

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